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Warum sind die Türen zur Welt der Musik für Arbeiterkünstler verschlossen?
Kultur und Reisen

Warum sind die Türen zur Welt der Musik für Arbeiterkünstler verschlossen?

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Nach 18 Jahren Tätigkeit im Bereich der klassischen Musik denke ich jetzt als einer der Gründer des Modern Orchestra London darüber nach, wie die Türen zu dieser wunderbaren Welt für Arbeiterkünstler verschlossen sind. Im Laufe der Jahre ist meine Wut allmählich gewachsen. Während viele Institutionen und Organisationen über Vielfalt und Inklusion sprechen, bleibt die Realität, dass diese Versprechen nur auf Papier bestehen.

Schwierige Wege für Arbeiterkünstler

Als Kind aus einer Arbeiterfamilie konnte ich einst problemlos ein Instrument spielen. Damals boten öffentliche Schulen Möglichkeiten zum Erlernen eines Instruments, und ich konnte zu geringen Kosten Unterricht nehmen und an Jugendorchestern teilnehmen. Aber heute ist dieser Weg erheblich schwieriger geworden.

Werbung und Slogans über Vielfalt in der Musik sind in Wirklichkeit eine Fassade für tiefere Probleme, die im Hintergrund existieren. Künstler, die aus einkommensschwachen Familien stammen, können nicht einfach mit den hohen Kosten für Ausbildung, Instrumente und notwendige Ausrüstung konkurrieren. Diese mangelnde Zugänglichkeit zu Ressourcen führt dazu, dass neue und vielfältige Stimmen verloren gehen und die Welt der Musik auf eine bestimmte Schicht beschränkt bleibt.

Ist Musik für Reiche?

Diese bittere Realität stellt nicht nur für Künstler, sondern auch für das Publikum ein großes Problem dar. Wenn nur eine kleine Gruppe von Menschen in der Lage ist, in der Welt der Musik präsent zu sein, was wird dann mit Innovation und Vielfalt in dieser Kunstform geschehen? Wird klassische Musik zu einem exklusiven Bereich, der nur für Reiche zugänglich ist?

Am Ende müssen wir über diese Fragen nachdenken und weiterhin versuchen, ein gerechteres und zugänglicheres System in der Welt der Musik zu schaffen. Es ist an der Zeit, die Stimmen der Arbeiterkünstler zu hören und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken.

Quelle: theguardian.com