In Großbritannien hat sich die Bodentrockenheit zu einem ernsthaften Problem entwickelt. Mit dem zunehmenden Mangel an Feuchtigkeit im Boden sind die Böden in den meisten Teilen Englands und Wales stark durstig, und dies könnte schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft und das Ökosystem dieses Landes haben.
Definition des Bodenfeuchtigkeitsdefizits
Das Bodenfeuchtigkeitsdefizit (Soil Moisture Deficit oder SMD) bezieht sich auf die Menge an Feuchtigkeit, die der Boden aufnehmen muss, um seine volle Kapazität zu erreichen. Wenn der Boden vollständig feucht ist und überschüssiges Wasser abfließt, wird gesagt, dass er sich in der „feldkapazität“ befindet. Das Bodenfeuchtigkeitsdefizit wird speziell anhand der Menge an Niederschlag gemessen, die erforderlich ist, um den Boden bis zu seiner feldkapazität zu füllen.
Im Winter liegt der SMD im Süden Englands normalerweise bei etwa null. Im Sommer steigt dieser Wert jedoch auf etwa 100 Millimeter und kann in trockenen Jahren auf 150 Millimeter oder mehr ansteigen. Der endgültige Punkt der Trockenheit ist der Punkt, an dem der Boden kein Wasser mehr für die Pflanzen zur Verfügung hat, was als „permanenter Welkepunkt“ (Permanent Wilting Point oder PWP) bezeichnet wird.
Folgen der Bodentrockenheit
Mit steigendem SMD sind Landwirte und Forscher besorgt über die negativen Auswirkungen auf die Ernteerträge und die Bodenqualität. Diese Trockenheit kann zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Erträge, steigenden Bewässerungskosten und sogar zur Bedrohung der Ernährungssicherheit führen. Auch natürliche Ökosysteme sind betroffen, und die Biodiversität könnte gefährdet sein.
Behörden und Forscher suchen nach Lösungen zur Bewirtschaftung der Wasserressourcen und zur Verbesserung des Bodenstatus. In diesem Zusammenhang ist der Bedarf an Forschung und Entwicklung neuer und nachhaltiger Technologien zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit und zur Optimierung des Wasserverbrauchs dringender denn je.




